Die
erste Mannschaft des SC Gronau hat in der fünften Runde der Regionalliga
Münsterland erneut eine herbe Schlappe erlitten: in Raesfeld wurde deutlich mit
2,5:5,5 verloren.
Schon
die Suche nach acht Spielern gestaltete sich etwas abenteuerlich. So waren
zunächst drei Ausfälle zu beklagen. Einige Tage vor dem Mannschaftskampf in
Raesfeld sah es so aus, als ob die Gronauer mit nur sieben Spielern die Reise
antreten müssten. Allerdings konnte doch noch der achte Mann gefunden werden.
Eventuell hätte man sogar die Wahl aus neun Spieler haben können.
Beim
vereinbarten Abfahrtsort sagte einer der Gronauer dann im allerletzten Moment
krankheitsbedingt ab, so dass
schließlich und endlich nur sieben Mann nach Raesfeld fuhren.
Achim
Bündgen (Brett 1) hatte längere Zeit Vorteil, den er nicht weiter ausbauen
konnte. Gegen die hartnäckige Verteidigung seines Gegners konnte er nicht
durchdringen und musste sich mit Remis begnügen.
Menno
Monsma (Brett 2) stand sehr verdächtig, um nicht zu sagen total auf Verlust.
Irgendwie schaffte er es, seinem Gegner trotzdem ein Remis abzuknöpfen.
Ton
Ellenbroek (Brett 3) brachte ein interessantes Bauernopfer. Sein Gegner
verteidigte sich sehr genau und konnte mit dem Mehrbauern ins Endspiel
übergehen, das er zum Sieg führen konnte.
Martin
Lütkehermölle (Brett 4) stand etwas schlechter: Seine Stellung brach nach
längerem Drängen des Gegners zusammen.
Der
einzige wirkliche Lichtblick an diesem verregneten Januarsamstag war die Partie
von Martin Storck am 5. Brett. Er hatte ein Endspiel mit Turm und Springer
gegen Turm, das normalerweise nicht zu gewinnen ist. Sein Gegner lief in eine
Springergabel, wonach er sofort aufgeben musste.
Torsten
Hoge an Brett 6 hatte zwar eine Qualität gewonnen, konnte diese aber nicht zur
Geltung bringen, so dass seine Partie mit Remis endete.
Das
7. Brett wurde kampflos verloren, damit Jürgen Rothkegel am 8. Brett mit
Schwarz antreten konnte. Zu seinem Unglück saß am 8. Brett ein stärkerer Gegner
als am 7. Brett. Er kam in dieser Partie nie zum Zuge und verlor.
Alles
in allem eine auch in dieser Höhe verdiente Niederlage gegen starke Raesfelder.
In dieser Form dürfte es schwer werden, den angestrebten Klassenerhalt zu
erreichen.
In
der 6. Runde muss nun gegen Bocholt unbedingt ein Sieg her, um den
Nichtabstiegsplatz im Auge zu behalten. Die Gronauer sind aktuell
Tabellenletzter. Bisher haben sie erst ein Unentschieden erreicht,
kurioserweise gegen den Tabellenführer Münster 3, die bisher ansonsten alles Andere
gewonnen haben.
Welch ein krasser Gegensatz zur vergangenen Saison, als Gronau sogar bis zur vorletzten Runde von der Meisterschaft träumen durfte, und selbst da gegen Raesfeld mit 6,5 : 1,5 erfolgreich war.