Knapp am Aufstieg vorbei

Am letzten Spieltag der Verbandsklasse Münsterland traf die Reserve des Schachclubs Gronau auf die zweite Mannschaft von Schach Nienberge. Mit 5,5:2,5 konnten die Gronauer zum Saisonende einen deutlichen Sieg verbuchen.

Die bereits aufgestiegenen Denksportler aus Nienberge hatten Aufstellungsprobleme und traten nur mit sechs Spielern an. Gronau führte damit schon zu Beginn des Mannschaftskampfes mit 2:0.

Weitere volle Punkte für die Dinkelstädter holten Gerd Schlüter (Gesamtbilanz: 5 aus 9) und Boris Tsoukkerman (4,5/6). Tim Klönne (4/9), Thorsten Schöwer-Lingemann (2/6) und Franz Sprenger (4,5/9) remisierten, während Friedhelm Binger (2,5/6) seit 27 Partien zum ersten Mal das Nachsehen hatte.

In der Tabelle belegen die Gronauer den 6. Platz, punktgleich und nur einen halben Brettpunkt hinter Ibbenbüren, die damit den Aufstieg in die Verbandsliga geschafft haben.

Zum guten Gesamtergebnis trugen Dr. Klaus Reinhold (6/9) und Jürgen Rothkegel (4,5/6), sowie die Ersatzspieler Klaus Baer (1/2), Peter Mosebach (0/2), Pal Molnar (0/2), Joachim Gerdes (0,5/2) und Arthur Schwabenland (0,5/1) bei.

Risiko gescheut

In der Verbandsklasse Münsterland trennten sich der SC Rochade Emsdetten 3 und die 2. Mannschaft des Schachclubs Gronau 4:4 unentschieden.

Für die Gronauer war als Ersatz für Brett 2 Arthur Schwabenland eingesetzt. Aber auch die Emsdettener mussten auf Ersatzspieler zurückgreifen, so dass mit einem Vergleich auf Augenhöhe zu rechnen war.

Tatsächlich gerieten die Dinkelstädter schon bald unter Druck. Franz Sprenger und Arthur Schwabenland hatten jeweils schwierige Stellungen zu verteidigen. An den anderen Brettern waren die Positionen noch ausgeglichen.

In dieser Situation wollten die Gronauer Spieler kein Risiko eingehen und nahmen die Remisangebote der Emsdettener an. Der Mannschaftskampf endete 4:4.

Damit blieb auch Friedhelm Binger in seiner vierten Saison für die zweite Mannschaft in jetzt 27 Begegnungen ungeschlagen

Der SC Gronau 2 hat seinen 6. Tabellenplatz verteidigt und kann sich sogar noch Hoffnungen auf einen Aufstieg machen. Durch Einführung einer zusätzlichen Liga auf NRW-Ebene werden am Ende dieser Saison fünf Mannschaften aus der Verbandsklasse in die Verbandsliga aufsteigen. Bei günstigen Voraussetzungen würde eventuell sogar der 6. Platz zum Aufstieg reichen. Dabei ist man allerdings davon abhängig, welche Mannschaften aus den oberen Ligen absteigen.

Unentschieden ohne zwei

Die zweite Mannschaft des Schachclubs Gronau musste in der Verbandsklasse Münsterland in Hiltrup mit 6 statt 8 Spielern antreten, da bei drei Ausfällen nur ein Ersatzspieler gefunden wurde. Trotz des 0:2-Rückstandes zu Beginn des Mannschaftskampfes erreichten die 6 Spieler ein Unentschieden.

Den ersten Punkt für Gronau zum 1:2 holte Gerd Schlüter. Nach einem Damengewinn war die Partie für ihn gewonnen.

Hiltrup stellte jedoch den alten Abstand wieder her. Pal Molnar hatte gegen den nominell deutlich höher einzuschätzenden Ersatzmann der Hiltruper Material verloren und konnte das Blatt nicht mehr wenden.

Den Anschlusstreffer für die Dinkelstädter erzielte Dr. Klaus Reinhold. Mit konsequentem Druckspiel überlastete er die Verteidigung seines Gegners und eroberte Material und einen weiteren vollen Punkt für Gronau.

Friedhelm Binger einigte sich mit seinem Gegenüber in ausgeglichener Stellung auf Remis, während es beim Stand von 2,5:3,5 an den verbleibenden beiden Brettern nicht gut für die Dinkelstädter aussah.

Tim Klönnes Gegner hatte deswegen auch ein Remisangebot ausgeschlagen. Das sollte sich jedoch als Fehler erweisen. Klönne gelang es, einen gefährlichen Angriff zu inszenieren, der ihm den Sieg und den Gronauern den Ausgleich brachte.

Die letzte Partie von Mannschaftsführer Franz Sprenger endete nach 6,5 Stunden Kampf remis. Franz Sprenger hatte eine Qualität für einen Bauern weniger. Gekonnt verteidigte er die Stellung, bis sein Gegner in das Remis zum 4:4 Endstand einwilligte.

Mit diesem Punktgewinn verbessern sich die Dinkelstädter auf den 7. Tabellenplatz und haben jetzt drei Punkte Abstand zum Abstiegsplatz.

Knappe Niederlage gegen den Tabellenzweiten

Die zweite Mannschaft des Schachclubs Gronau verliert in der Verbandsklasse Münsterland gegen die Zweitvertretung aus Südlohn denkbar knapp mit 3,5:4,5.

Die Gronauer erwischten dabei einen schlechten Start. Gerd Schlüter konnte eine Qualität gewinnen, geriet dadurch aber in einen unabwendbaren Mattangriff und verlor seine Partie.

Den Ausgleich erzielte Jürgen Rothkegel, als er nach einem Bauernopfer in der Eröffnung mit seinem Angriff im Zentrum dem Flügelangriff seines Gegners zuvorkam.


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Jürgen Rothkegel greift im Zentrum an.

Boris Tsoukkerman hatte mit den schwarzen Steinen nach einem schwachen Bauernzug seines Kontrahenten eine gute Stellung erreicht. Er eroberte einen Bauern, doch sein Gegner rettete sich durch geschicktes Gegenspiel ins Remis.

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Boris Tsoukkerman mit Schwarz gewinnt einen Bauern!

Ebenfalls unentschieden endete die Partie von Mannschaftsführer Franz Sprenger. Nach vorsichtiger Eröffnung hatte Sprenger einen vereinzelten Zentrumsbauern. Sein Gegenspieler wollte aber kein Risiko eingehen und so nahm er das Remisangebot an.

Erneut in Rückstand gerieten die Gronauer, als Thorsten Schöwer-Lingemann seine Partie aufgeben musste. Nach einem Bauernsturm auf seine Rochadestellung hatten die gegnerischen Schwerfiguren freies Spiel, während der Gronauer nur abwarten konnte. Das führte zu einem letztlich unabwendbaren Mattangriff.

Dr. Klaus Reinhold konnte aus der Eröffnung heraus Vorteil erzielen, doch im weiteren Verlauf der Partie konsolidierte sich die gegnerische Stellung, so dass diese Partie remis endete.

In den verbleibenden beiden Partien einigten sich die Gegner ebenfalls auf Remis. Während Tim Klönne am ersten Brett mit einem Bauern weniger im Schwerfigurenendspiel einen schweren Stand hatte, hatte sich Ersatzmann Klaus Baer am achten Brett gegen seinen nominell höher einzuschätzenden Gegner eine aktive Figurenstellung erarbeitet.

Nach dieser Niederlage finden sich die Gronauer auf dem vorletzten Platz der Tabelle wieder, wohingegen Südlohn als Tabellenzweiter weiter um die Meisterschaft mitspielt.