Risiko gescheut

In der Verbandsklasse Münsterland trennten sich der SC Rochade Emsdetten 3 und die 2. Mannschaft des Schachclubs Gronau 4:4 unentschieden.

Für die Gronauer war als Ersatz für Brett 2 Arthur Schwabenland eingesetzt. Aber auch die Emsdettener mussten auf Ersatzspieler zurückgreifen, so dass mit einem Vergleich auf Augenhöhe zu rechnen war.

Tatsächlich gerieten die Dinkelstädter schon bald unter Druck. Franz Sprenger und Arthur Schwabenland hatten jeweils schwierige Stellungen zu verteidigen. An den anderen Brettern waren die Positionen noch ausgeglichen.

In dieser Situation wollten die Gronauer Spieler kein Risiko eingehen und nahmen die Remisangebote der Emsdettener an. Der Mannschaftskampf endete 4:4.

Damit blieb auch Friedhelm Binger in seiner vierten Saison für die zweite Mannschaft in jetzt 27 Begegnungen ungeschlagen

Der SC Gronau 2 hat seinen 6. Tabellenplatz verteidigt und kann sich sogar noch Hoffnungen auf einen Aufstieg machen. Durch Einführung einer zusätzlichen Liga auf NRW-Ebene werden am Ende dieser Saison fünf Mannschaften aus der Verbandsklasse in die Verbandsliga aufsteigen. Bei günstigen Voraussetzungen würde eventuell sogar der 6. Platz zum Aufstieg reichen. Dabei ist man allerdings davon abhängig, welche Mannschaften aus den oberen Ligen absteigen.

Schachclub sagt Danke

Im Rahmen eines gemeinsamen Abendessen bedankte sich der Schachclub Gronau 1920 e.V. bei seinen aktuellen und vor kurzem ausgeschiedenen ehrenamtlichen Helfern. Als kleine Anerkennung ihrer Arbeit waren neben Mitgliedern des Vorstandes, auch Mannschaftsführer, Jugendtrainer und Helfer eingeladen, die bei Vereinsturnieren für das leibliche Wohl der Gäste und der anderen Mitglieder sorgen. In gemütlicher Atmosphäre fand man Gelegenheit zum Gedankenaustausch. Es wurde nicht nur Aktuelles aus Verein und Stadt angesprochen, sondern auch in die Vorbereitung des 100-jährigen Jubiläums des Vereins im Jahr 2020 eingestiegen. Gefördert wurde diese Aktion vom Landessportbund im Rahmen der Aktion „Tage der Ehre“.

Ohne Punkte in Raesfeld

Die U16 Jugend des Schachclubs Gronau musste zum Saisonstart bei der SG Turm Raesfeld/Erle in der Verbandsklasse eine deutliche 0:4-Niederlage einstecken. Die Raesfelder waren stark aufgestellt und an allen Brettern klar favorisiert.

Frühzeitig geriet Emil Mersmann in eine Eröffnungsfalle und verlor seine Dame. Danach war die Partie nicht mehr zu retten. Mit den schwarzen Steinen hatte Andrey Tschernow eine aussichtsreiche Stellung erreicht. Ein falscher Bauernzug reichte aber, um das Blatt zugunsten seiner Gegenspielerin zu wenden.

Ebenfalls mit Schwarz war Theo Mußmann bereits in der Eröffnung unter Druck geraten und hatte Material verloren. Er verteidigte sich ausdauernd, aber nach eineinhalb Stunden war das Matt nicht zu verhindern. Trey Stresow hatte den nominell stärksten Raesfelder Gegner. Durch eine Ungenauigkeit in der Eröffnung hatte er einen Bauern verloren. Nach und nach sammelte sein Rivale weitere Bauern ein und nach zwei Stunden war auch diese Partie verloren.

Unentschieden ohne zwei

Die zweite Mannschaft des Schachclubs Gronau musste in der Verbandsklasse Münsterland in Hiltrup mit 6 statt 8 Spielern antreten, da bei drei Ausfällen nur ein Ersatzspieler gefunden wurde. Trotz des 0:2-Rückstandes zu Beginn des Mannschaftskampfes erreichten die 6 Spieler ein Unentschieden.

Den ersten Punkt für Gronau zum 1:2 holte Gerd Schlüter. Nach einem Damengewinn war die Partie für ihn gewonnen.

Hiltrup stellte jedoch den alten Abstand wieder her. Pal Molnar hatte gegen den nominell deutlich höher einzuschätzenden Ersatzmann der Hiltruper Material verloren und konnte das Blatt nicht mehr wenden.

Den Anschlusstreffer für die Dinkelstädter erzielte Dr. Klaus Reinhold. Mit konsequentem Druckspiel überlastete er die Verteidigung seines Gegners und eroberte Material und einen weiteren vollen Punkt für Gronau.

Friedhelm Binger einigte sich mit seinem Gegenüber in ausgeglichener Stellung auf Remis, während es beim Stand von 2,5:3,5 an den verbleibenden beiden Brettern nicht gut für die Dinkelstädter aussah.

Tim Klönnes Gegner hatte deswegen auch ein Remisangebot ausgeschlagen. Das sollte sich jedoch als Fehler erweisen. Klönne gelang es, einen gefährlichen Angriff zu inszenieren, der ihm den Sieg und den Gronauern den Ausgleich brachte.

Die letzte Partie von Mannschaftsführer Franz Sprenger endete nach 6,5 Stunden Kampf remis. Franz Sprenger hatte eine Qualität für einen Bauern weniger. Gekonnt verteidigte er die Stellung, bis sein Gegner in das Remis zum 4:4 Endstand einwilligte.

Mit diesem Punktgewinn verbessern sich die Dinkelstädter auf den 7. Tabellenplatz und haben jetzt drei Punkte Abstand zum Abstiegsplatz.