Unentschieden ohne zwei

Die zweite Mannschaft des Schachclubs Gronau musste in der Verbandsklasse Münsterland in Hiltrup mit 6 statt 8 Spielern antreten, da bei drei Ausfällen nur ein Ersatzspieler gefunden wurde. Trotz des 0:2-Rückstandes zu Beginn des Mannschaftskampfes erreichten die 6 Spieler ein Unentschieden.

Den ersten Punkt für Gronau zum 1:2 holte Gerd Schlüter. Nach einem Damengewinn war die Partie für ihn gewonnen.

Hiltrup stellte jedoch den alten Abstand wieder her. Pal Molnar hatte gegen den nominell deutlich höher einzuschätzenden Ersatzmann der Hiltruper Material verloren und konnte das Blatt nicht mehr wenden.

Den Anschlusstreffer für die Dinkelstädter erzielte Dr. Klaus Reinhold. Mit konsequentem Druckspiel überlastete er die Verteidigung seines Gegners und eroberte Material und einen weiteren vollen Punkt für Gronau.

Friedhelm Binger einigte sich mit seinem Gegenüber in ausgeglichener Stellung auf Remis, während es beim Stand von 2,5:3,5 an den verbleibenden beiden Brettern nicht gut für die Dinkelstädter aussah.

Tim Klönnes Gegner hatte deswegen auch ein Remisangebot ausgeschlagen. Das sollte sich jedoch als Fehler erweisen. Klönne gelang es, einen gefährlichen Angriff zu inszenieren, der ihm den Sieg und den Gronauern den Ausgleich brachte.

Die letzte Partie von Mannschaftsführer Franz Sprenger endete nach 6,5 Stunden Kampf remis. Franz Sprenger hatte eine Qualität für einen Bauern weniger. Gekonnt verteidigte er die Stellung, bis sein Gegner in das Remis zum 4:4 Endstand einwilligte.

Mit diesem Punktgewinn verbessern sich die Dinkelstädter auf den 7. Tabellenplatz und haben jetzt drei Punkte Abstand zum Abstiegsplatz.

SC Gronau I – SK Bocholt I 3-5

Die erste Mannschaft verbleibt im Tabellenkeller. Gegen Bocholt musste Mannschaftsführer Martin Storck ersetzt werden. Dafür kam Wolfgang Rövekamp ins Team. Die Aufgabe des Mannschaftsführers übernahm Achim Bündgen. Auch die Bocholter kamen mit einem Ersatzmann. Somit war am Anfang noch alles offen.

Erst recht nachdem Philipp Reckzügel nach ca 20 Minuten bereits gewonnen hatte. Sein Gegner spielte sehr schnell (1:42 auf der Uhr) und verlor im Mittelspiel eine Leichtfigur.

Auch Wolfgang Rövekamp konnte sich Vorteile erspielen. Leider konnte er diese nicht in einen vollen Punkt umwandeln, so dass diese Partie remis endete.

Ab hier lief es nicht mehr so gut für uns. Ton Ellenbroek hatte eine Qualität eingestellt und sein Gegner brachte diesem Vorteil sehr routiniert ins Ziel.

Martin Lütkehermölle hatte seinen Gegner die ganze Partie unter Druck gesetzt. Unglücklicherweise übersah er am Schluss eine Springergabel und musste seine Partie verloren geben.

Menno Monsma und André Langendijk hatten sich Vorteile erarbeitet, konnten diese aber nicht umsetzen. Diese beiden Partien endeten mit Punkteteilungen.

Torsten Hoge hatte im Mittelspiel einen Bauern gewonnen. Danach verlor er aber völlig den Faden und damit auch die Partie.

Der Mannschaftskampf war hier schon verloren. An Brett 1 spielte noch Achim Bündgen in gedrückter Stellung. Diese Partie endete dann aber auch recht schnell mit einem Remis.

Damit bleiben wir mit einem Punkt weiter im Tabellenkeller. Diesen haben wir ausgerechnet gegen den Tabellenführer SK Münster III geholt. Im nächsten Mannschaftskampf spielen wir gegen die schwächere Mannschaft aus Münster, SK Münster II. Da sollte dann auch mal ein Mannschaftssieg möglich sein.

Knappe Niederlage gegen den Tabellenzweiten

Die zweite Mannschaft des Schachclubs Gronau verliert in der Verbandsklasse Münsterland gegen die Zweitvertretung aus Südlohn denkbar knapp mit 3,5:4,5.

Die Gronauer erwischten dabei einen schlechten Start. Gerd Schlüter konnte eine Qualität gewinnen, geriet dadurch aber in einen unabwendbaren Mattangriff und verlor seine Partie.

Den Ausgleich erzielte Jürgen Rothkegel, als er nach einem Bauernopfer in der Eröffnung mit seinem Angriff im Zentrum dem Flügelangriff seines Gegners zuvorkam.


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Jürgen Rothkegel greift im Zentrum an.

Boris Tsoukkerman hatte mit den schwarzen Steinen nach einem schwachen Bauernzug seines Kontrahenten eine gute Stellung erreicht. Er eroberte einen Bauern, doch sein Gegner rettete sich durch geschicktes Gegenspiel ins Remis.

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Boris Tsoukkerman mit Schwarz gewinnt einen Bauern!

Ebenfalls unentschieden endete die Partie von Mannschaftsführer Franz Sprenger. Nach vorsichtiger Eröffnung hatte Sprenger einen vereinzelten Zentrumsbauern. Sein Gegenspieler wollte aber kein Risiko eingehen und so nahm er das Remisangebot an.

Erneut in Rückstand gerieten die Gronauer, als Thorsten Schöwer-Lingemann seine Partie aufgeben musste. Nach einem Bauernsturm auf seine Rochadestellung hatten die gegnerischen Schwerfiguren freies Spiel, während der Gronauer nur abwarten konnte. Das führte zu einem letztlich unabwendbaren Mattangriff.

Dr. Klaus Reinhold konnte aus der Eröffnung heraus Vorteil erzielen, doch im weiteren Verlauf der Partie konsolidierte sich die gegnerische Stellung, so dass diese Partie remis endete.

In den verbleibenden beiden Partien einigten sich die Gegner ebenfalls auf Remis. Während Tim Klönne am ersten Brett mit einem Bauern weniger im Schwerfigurenendspiel einen schweren Stand hatte, hatte sich Ersatzmann Klaus Baer am achten Brett gegen seinen nominell höher einzuschätzenden Gegner eine aktive Figurenstellung erarbeitet.

Nach dieser Niederlage finden sich die Gronauer auf dem vorletzten Platz der Tabelle wieder, wohingegen Südlohn als Tabellenzweiter weiter um die Meisterschaft mitspielt.

Gronau kämpft weiter um Klassenerhalt

Die erste Mannschaft des SC Gronau hat in der fünften Runde der Regionalliga Münsterland erneut eine herbe Schlappe erlitten: in Raesfeld wurde deutlich mit 2,5:5,5 verloren.

Schon die Suche nach acht Spielern gestaltete sich etwas abenteuerlich. So waren zunächst drei Ausfälle zu beklagen. Einige Tage vor dem Mannschaftskampf in Raesfeld sah es so aus, als ob die Gronauer mit nur sieben Spielern die Reise antreten müssten. Allerdings konnte doch noch der achte Mann gefunden werden. Eventuell hätte man sogar die Wahl aus neun Spieler haben können.

Beim vereinbarten Abfahrtsort sagte einer der Gronauer dann im allerletzten Moment krankheitsbedingt  ab, so dass schließlich und endlich nur sieben Mann nach Raesfeld fuhren.

Achim Bündgen (Brett 1) hatte längere Zeit Vorteil, den er nicht weiter ausbauen konnte. Gegen die hartnäckige Verteidigung seines Gegners konnte er nicht durchdringen und musste sich mit Remis begnügen.

Menno Monsma (Brett 2) stand sehr verdächtig, um nicht zu sagen total auf Verlust. Irgendwie schaffte er es, seinem Gegner trotzdem ein Remis abzuknöpfen.

Ton Ellenbroek (Brett 3) brachte ein interessantes Bauernopfer. Sein Gegner verteidigte sich sehr genau und konnte mit dem Mehrbauern ins Endspiel übergehen, das er zum Sieg führen konnte.

Martin Lütkehermölle (Brett 4) stand etwas schlechter: Seine Stellung brach nach längerem Drängen des Gegners zusammen.

Der einzige wirkliche Lichtblick an diesem verregneten Januarsamstag war die Partie von Martin Storck am 5. Brett. Er hatte ein Endspiel mit Turm und Springer gegen Turm, das normalerweise nicht zu gewinnen ist. Sein Gegner lief in eine Springergabel, wonach er sofort aufgeben musste.

Torsten Hoge an Brett 6 hatte zwar eine Qualität gewonnen, konnte diese aber nicht zur Geltung bringen, so dass seine Partie mit Remis endete.

Das 7. Brett wurde kampflos verloren, damit Jürgen Rothkegel am 8. Brett mit Schwarz antreten konnte. Zu seinem Unglück saß am 8. Brett ein stärkerer Gegner als am 7. Brett. Er kam in dieser Partie nie zum Zuge und verlor.

Alles in allem eine auch in dieser Höhe verdiente Niederlage gegen starke Raesfelder. In dieser Form dürfte es schwer werden, den angestrebten Klassenerhalt zu erreichen.

In der 6. Runde muss nun gegen Bocholt unbedingt ein Sieg her, um den Nichtabstiegsplatz im Auge zu behalten. Die Gronauer sind aktuell Tabellenletzter. Bisher haben sie erst ein Unentschieden erreicht, kurioserweise gegen den Tabellenführer Münster 3, die bisher ansonsten alles Andere gewonnen haben.

Welch ein krasser Gegensatz zur vergangenen Saison, als Gronau sogar bis zur vorletzten Runde von der Meisterschaft träumen durfte, und selbst da gegen Raesfeld  mit 6,5 : 1,5 erfolgreich war.