SC Gronau II – SF Greven I 1,5:6,5

Nach der ersten spielfreien Runde empfing die zweite Mannschaft den Aufsteiger aus dem Schachbezirk Münster zur zweiten Runde in der Verbandsklasse (Gruppe 2).

Wir traten stark ersatzgeschwächt an. Brett eins und acht mussten durch Joachim Gerdes und Arthur Schwabenland ersetzt werden. Da die Grevener fast in Bestbesetzung antraten waren wir nominell deutlich im Nachteil.

Diesen Vorteil brachten die Grevener eindrucksvoll über die Ziellinie. Sie gewannen alle Partien bis auf drei Unentschieden. Die drei Remis erzielten für uns Friedhelm Binger an Brett zwei, Klaus Baer an Brett drei und an Brett fünf Gerd Schlüter.

In der nächsten Runde gegen den Titelfavoriten aus Ochtrup hoffen wir auf ein achtbareres Ergebnis.

Viererpokal: SC Gronau I – SGT Raesfeld/Erle II 3,5:0,5

In der ersten Runde des Vierpokals konnten wir den Tabellenzweiten der Regionalliga (Gruppe 2) eindrucksvoll von den Brettern fegen.

Auf Wunsch der Raesfelder wurde der Termin vom 22. Oktober 2022 auf den 15. Oktober 2022 vorgezogen. Da unser Spiellokal an diesem Tag nicht zur Verfügung stand, fand das Spiel in Raesfeld statt.

Für uns traten Menno Monsma, Jasper Kamphuis, Philipp Reckzügel und André Langendijk an. Lediglich Menno am Spitzenbrett erzielte eine Punkteteilung. Die drei anderen gewannen ihre Partien.

Mit diesem überzeugenden Sieg haben wir uns für das Halbfinale im Viererpokal qualifiziert. Unser Gegner wird in der Partie von Heiden gegen Borken am 22.10.2022 ermittelt.

Das Halbfinale ist laut Ausschreibung am 16.11.2022. Da dies an einem Mittwoch ist, wird der Termin vermutlich noch korrigiert.

Mit dem Einzug ins Finale würden wir uns automatisch für den NRW Viererpokal qualifizieren.

Südlohner SV I – SC Gronau I 3-5

Nach der unglücklichen Niederlage gegen Dülmen mussten wir bei einem der Favoriten der Regionalliga, dem Südlohner SV, antreten. Kurzfristig fiel Martin aus und wurde durch den Schlachtenbummler Klaus Baer ersetzt. Zum Trost bekamen Torsten und André ihre Lieblingsfarben.

Es ging furios los. Menno Monsma, der seit zwei Jahren das erste Mal wieder für Gronau antrat, fand sich an Brett eins mit den weißen Steinen in einer sehr ungünstigen Lage wieder. Seine Dame war quasi aus dem Spiel und die gegnerischen Figuren näherten sich nach einem Figurenopfer Mennos König. Menno schaffte es im Spiel zu bleiben und hatte plötzlich in sehr unklarer Lage einen Turm mehr. Sein Gegner überlegte lange, fand aber keinen direkten Gewinnweg. Darauf einigte man sich in beidseitiger hochgradiger Zeitnot auf eine Punkteteilung.

An Brett zwei erspielte sich Jasper mit den schwarzen Steinen schnell einen sehr großen Vorteil. Praktisch alle seine Figuren waren denen seiner Gegnerin überlegen. Er gewann zwei Zentrumsbauern und hatte zwei sehr starke Freibauern im Zentrum.

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Wie schon in der ersten Runde ließ sich das nicht mehr nehmen und gewann die Partie.

Dann gewann Klaus Baer an Brett acht. Er spielte mit den schwarzen Steinen. Lange Zeit plätscherte die Partie vor sich hin. Dann gewann Klaus plötzlich eine Figur, hatte dafür aber nur noch ungefähr eine Minute auf der Uhr. Allerdings waren hier alle Sorgen unbegründet. Mit der Bonuszeit schaffte es Klaus ohne Probleme, den Punkt nach Hause zu bringen.

An Brett fünf spielte André mit den weißen Steinen. Er erspielte sich im Mittelspiel einen großen Vorteil. Sein Gegner ließ es zu, dass André mit den typischen Großmeisterzügen h2-h4 und h4-h5 die h-Linie öffnen konnte.

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Dem folgenden Königsangriff konnte sein Gegner nichts entgegensetzen und gab auf.

An Brett sieben hatte Dr. Klaus Reinhold im Übergang zum Turmendspiel einen Bauern gewonnen. Beim Gewinnversuch platzierte er seine Figuren sehr unglücklich und verlor die Partie.

Hiermit stand es 3,5 – 1,5. Die Partien von Philipp, Torsten und Jürgen liefen noch. Torsten spielte mit den schwarzen Steinen und hatte im Mittelspiel einen Bauern gewonnen. Jürgen spielte ebenfalls mit den schwarzen Steinen. Dort war auch noch alles offen.

Die entscheidende Partie spielte allerdings Philipp an Brett 4 mit den weißen Steinen. Philipp hatte sich heute für den Ritt auf der Rasierklinge entschieden. Er kam in folgende zweischneidige Stellung.

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Philipp griff auf dem Damenflügel an, sein Gegner auf dem Königsflügel. Dabei nahm Philipp alles Material mit, dass er sich unter den Nagel reißen konnte. Im Gegenzug musste er sich am Köngisflügel dem Königsangriff wiedersetzen. Dabei tanzten Philipps Dame und König auf den ersten beiden Reihen fast 20 Züge hin und her. Als Philipp den Bauern auf e5 mit dem Läufer schlagen konnte, war die Partie für uns gewonnen. Wir verzichten hier auf weitere Diagramme aus dieser Partie, da die Stellungen erstens für den Autor zu kompliziert waren und zweitens den Leser nur beunruhigen würden.

Kurz danach einigte sich Torsten mit seinem Gegner auf ein Remis. Jürgen spielte noch weiter und verlor dann unglücklich einen Bauern und die Partie.

In der nächsten Runde im November kommt der nächste Favorit der Liga, der SGT Raesfeld/Erle I nach Gronau. Wenn wir dort genauso spielen sind die nächsten Mannschaftspunkte so gut wie sicher.