
Gestern empfing die erste Mannschaft den Titelfavoriten der Regionalliga Münsterland, die zweite Mannschaft von Schach Nienberge. Die Nienberger kamen allerdings mit vier Ersatzspielern. Da wir nur zwei Spieler ersetzen mussten war dies ein Kampf auf Augenhöhe.
Die erste Partie endete bereits nach einer halben Stunde. Jürgen Rothkegel spielte an Brett vier mit den weißen Steinen. Nach der Eröffnung wurden viele Figuren abgetauscht und man einigte sich bei völlig verflachter Stellung auf eine Punkteteilung.
Die anderen Partien gingen dann aber bis zumindest in die Nähe der Zeitkontrolle.
André Langendijk spielte an Brett fünf mit den schwarzen Steinen. Er verlor im Mittelspiel einen Bauern, kämpfte sich wieder in die Partie zurück und verfolgte dann am Ende den falschen Plan. Damit ging die Partie an die Gegner.
Dagegen spielte Dr. Klaus Reinhold mit den weißen Steinen gegen den gegnerischen Mannschaftsführer. Klaus setzte ihn deutlich unter Druck und im 24. Zug verlor sein Gegner in folgender Stellung
auf Zeit.
Den nächsten ganzen Punkt sammelte unser Ersatzspieler Wolfgang Naber an Brett acht ein. Er spielte ebenfalls mit den weißen Steinen und kam sehr gut aus der Eröffnung heraus.
Hier hatte sein Gegner mit 18. … Lxc4 gerade fehlgegriffen. Wolfgang kombinierte sich mit 19. Ld5+ Lxd5 20. Dxd5+ Kh8 und 21. Se6 eine Mehrfigur herbei. Der Rest in dieser perfekt gespielten Partie war dann nur noch Formsache.
Damit stand es 2,5-1,5 für uns.
Das 3-2 sicherte Torsten Hoge an Brett drei. Er spielte mit den schwarzen Steinen eine sehr unausgeglichene Partie in der sein König etwas unkonventionell rochierte. Sein Gegner verpasste es allerdings im richtigen Moment die Stellung zu öffnen. Später wurden von jeder Seite noch eine Qualität geopfert und am Ende endete die Partie mit einem kuriosen Dauerschach.
An Brett sieben spielte Tim Klönne, unser zweiter Ersatzspieler, mit den schwarzen Steinen. In der Eröffnung und im Mittelspiel konnte sich Tim nur durch ein Qualitätsopfer retten. Beim Übergang ins Endspiel konnte er in folgender Stellung
mit 44. … Tc5 erst den ersten weißen Bauern auf c4 und dann später den zweiten weißen Bauern auf d5 gewinnen. Sein Gegner versuchte sich noch durch einen Übergang ins Bauernendspiel zu retten. Dort hatte Tim aber einen Bauern mehr und verwandelte diesen routiniert in einen Sieg. Damit hatte Tim das 4-2 und damit den ersten Mannschaftspunkt gesichert.
Der Mannschaftssieg sicherte Philipp Reckzügel nach viereinhalb Stunden. In einer nervenaufreibenden Partie konnte er sich gerade noch mit 16. Dh1 verteidigen.
Dann kippte die Partie kurz zu Gunsten von Philipp und verflachte dann wieder. Sein Gegner musste allerdings alles riskieren, um das 4-4 zu sichern. Dabei überzog er die Partie und der Punkt ging an Philipp.
Damit hatten wir den Mannschaftssieg schon erreicht. Die letzte Partie spielte Menno Monsma am Spitzenbrett mit den schwarzen Steinen. Menno hatte im Mittelspiel ein Qualitätsopfer seines Gegners übersehen. Danach war die Stellung zwar noch ausgeglichen, aber deutlich schwerer für Menno zu spielen. Die Stellung landete in folgender studienartigen Stellung.
Sogar 62. Kd7 Kf7 63. c8=D Txc8 64. Kxc8 führt hier zum Sieg. Sein Gegner fand mit 63. Lg3 –> Lh4 aber die einfachste Fortsetzung und gewann die Partie.
Insgesamt haben wir einen 5-3 Erfolg erzielt. Ein Mitkonkurrent im Aufstiegskampf wurde besiegt wir teilen uns mit dem SC Steinfurt die Tabellenspitze.
Der nächste Kampf ist wegen den Herbstferien erst am 7. November in Emsdetten. Dort wird sich zeigen, ob wir uns an der Spitze halten können.
